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VOLKSKRANKHEIT INKONTINENZ

Senkung, Vorfall - Blasenschwäche, Reizblase, Inkontinenz, als zusammenhängende Krank- heitsbilder wohl die Volkskrankheit Nr.1.
Zurzeit leidet jede 5. Frau in Deutschland unter Inkontinenzbeschwerden, bei über 50-Jährigen sind es aktuell sogar 45% (4,5 Millionen). Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an Harninkontinenz zu erkranken, liegt mit 30 Prozent höher als bei anderen Volkskrankheiten, wie z.B. dem Bluthochdruck, Depressionen oder Diabetes.

Geht man von den Verkaufszahlen der Hersteller für Inkontinenzhilfsmittel aus, so dürften aktuell über 10 Millionen Menschen in Deutschland an Inkontinenz leiden. Die Dunkelziffer ist entsprechend hoch, da die Tabuisierung dieses Themas in unserer Gesellschaft nach wie vor groß ist. Vor allem junge Menschen wollen sich dieses Körperdefizit oft nicht eingestehen. Dabei sind die Auswirkungen dieser Funktionsstörungen gravierend: Sie betreffen alle Lebensbereiche, die allgemeine Gesundheit, aber auch Schlaf, Arbeit, soziale Kontakte und Sexualität.

Inkontinenz ist heilbar

Völlig neue Erkenntnisse und Forschungsergebnisse bezüglich Physiologie und Pathologie von Blase, Darm und Beckenboden, zu Ursachen und Formen und dauerhaft wirksamen Therapiemöglichkeiten von Senkungs- und Inkontinenzerkrankungen, haben in den letzten 10 Jahren zu einem Umdenken hinsichtlich Diagnostik und Therapie und zur Entwicklung einer neuen Beckenboden- und Kontinenzchirurgie geführt.
Dieses bislang nur in einigen Zentren praktizierte Konzept hat unsere Frauenklinik seit vielen Jahren aufmerksam verfolgt und seit inzwischen 5 Jahren konsequent in die tägliche Routine eingeführt. Erfolgsraten von etwa 80 bis 90%, z. T. minimalinvasive Techniken und eine inzwischen große Zahl dankbarer Patientinnen, rechtfertigen dieses moderne Konzept.